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Auf diesen Smartphones läuft die Corona Warn App nicht!

Nicht jedes Smartphone / Handy ist mit der neuen Corona-Warn-App vom RKI kompatibel

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung läuft nicht auf allen älteren Smartphones. Unzählige Menschen möchten aus Gewohnheit ihr altes Handy oder Smartphone behalten. Es tut was es tun soll und das zuverlässig. Keine Funktionen die sich von selbst aktivieren, kein laufendes Piepen, weil eine App Werbung sendet. Doch viele dieser Menschen gehören zur Risikogruppe und sollten am ehesten von der App profitieren.

Der Grund, warum ältere Handys und Smartphones nicht genutzt werden können, liegt ganz einfach an einer veralteten Technik.

Die Corona-Warn-App funktioniert nur, wenn möglichst viele benachbarte Geräte sich verbinden und Daten austauschen. Das erfordert eine ständig aktivierte Bluetooth-Verbindung. Und genau das ist der Knackpunkt bei älteren Geräten.


Technische Voraussetzungen

Sie kennen noch analoge Radios mit den Bereichen Mittelwelle und UKW? Die verschiedenen Funktechniken benötigen verschiedene Antennen. Während „Mittelwelle“ (Amplitudenmodulation, AM) eine kleine Ferritantenne zum Empfang des Senders benötigt, ruft „UKW“ (Frequenzmodulation, FM) nach einer ausziehbaren Stabantenne. Ein Radio – zwei Funktechniken. Mit einem Taschenradio, das nur „Mittelwelle“ beherrschte, konnte kein UKW Sender empfangen werden.

Genau so ist es heute bei unseren modernen Smartphones. Zur Sprachübertragung und surfen ist der Mobilfunkstandard UMTS, LTE oder 5G vorgesehen,

Zur Bedienung von Geräten mit Infrarot-Technik unterstützen viele Smartphones den IrDA-Standard. Mit diesen lassen sich TV und andere Geräte mit dem Smartphone steuern. Nachteil: es muss eine Sichtverbindung zwischen beteiligten Geräten bestehen.

Die dritte Funktechnik in unseren modernen Handys ist der Bluetooth, ein in den 1990er Jahren entwickelter Standard für die Datenübertragung zwischen Geräten über kurze Distanz per Funktechnik.

Ist Bluetooth nicht immer das Selbe?

Diese neue Funktechnik hatte ihren ersten großen Auftritt in den drahtlosen Bluetooth Kopfhörern der Mobiltelefone. In den folgenden Jahren gab es einige Bluetooth-Versionen. Aber erst ab Version 4.0 wurde 2009 eine neue wichtige Funktion eingebaut: der Bluetooth „Low Energy“ Modus. Bluetooth „Low Energy“ (LE) ermöglicht es, sehr stromsparend Daten zu übertragen, ohne den Akku im Eiltempo zu entladen.

Es dauerte aber weitere Jahre, bis Smartphone Hersteller und Softwarefirmen begannen den neuen Energiesparmodus zu nutzen.
Android brachte 2013 die Unterstützung für Bluetooth LE mit. Viele Smartphones beherrschten davor zwar hardwaretechnisch die neue Version, konnten sie softwaremäßig aber nicht umsetzen.
Die ersten Geräte, die diesen Modus nutzen konnten, waren das Nexus 6 und Samsung Galaxy Note 4. Im Apple-Lager war das iPhone 4S das erste Handy mit der neuen Bluetooth-Version 4.0. Alle Geräte davor sind ungeeignet für die neue Corona-Warn-App.

Warum läuft die App nicht mit älteren Bluetooth-Versionen?

Ganz einfach: Nach wenigen Stunden im „Bluetooth Dauerbetrieb“ wäre der Akku in den meisten Fällen leer und das Smartphone unnütz.

Ist mein Smartphone fit für die Corona-Warn-App?

Wer ein Smartphone mit dem Bluetooth 4.0 Standard besitzt, hat auch den „Bluetooth Low Energy“ Modus an Bord und kann die App installieren und nutzen. Wer jetzt nicht so die große Ahnung davon hat, was in seinem Handy steckt, kann
„Pi mal Daumen“ davon ausgehen:

Smartphone vor 2013 sind nicht geeignet. Wer es genau wissen will, sucht im Datenblatt seines Handys nach der "Bluetooth 4.0" Version.

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