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SARS-CoV-2 Variante DELTA B.1.617.2: Mutation aus Indien

DELTA Variante, indische Mutation Delta B.1.617

Die Variante Delta B.1.617.2 wurde Oktober 2020 im indischen Bundesstaat Maharashtra zuerst gefunden. Ende April 2021 wurde die Variante B.1.617 in mehreren Ländern nachgewiesen, darunter dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Schweiz, Belgien, den Vereinigten Staaten und Australien.

Die indische Variante B.1.617.2 wurde in die Liste der besorgniserregenden Varianten (VOC) aufgenommen.

Die Untervariante B.1.617.2 verbreitet sich zurzeit stark in Großbritannien. Es gibt Hinweise darauf, dass die Variante B.1.617.2 aufgrund einer stärkeren Bindung an den ACE2-Rezeptor der Wirtszellen ansteckender ist als der Wildtyp von SARS-CoV-2.

Mittlerweile existiert mit DELTA-Plus eine noch ansteckendere Coronavirus Variante.

Ansteckungsgefahr

Die Delta Variante von SARS-CoV-2 ist etwa 100 Prozent (doppelt) ansteckender als der Wildtyp Variante B aus Wuhan. Die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Nachweis der Viren hat sich im Schnitt von sechs auf vier Tage verkürzt.

Eine Studie aus China untersuchte das Zeitintervall von der Exposition einer unter Quarantäne gestellten Population bis zum ersten positiven Ergebnis der Polymerase-Kettenreaktion. Die Viruslast bei einer Delta-Infektion war 1200-mal höher, als bei anderen Varianten des SARS-CoV-2 Virus.

Symptome

Die Anzahl der Menschen, die nach einer Ansteckung Symptome zeigen, ist bei der Alpha-Variante etwas höher als bei dem Wildtyp. Etwa drei bis acht Prozent der Infizierten klagten über Husten, Halsschmerzen, Erschöpfung, Muskelschmerzen und Fieber. Der durch den Wildtyp ausgelöste Geruchs- und Geschmacksverlust sank hingegen um drei Prozent.

Schwere der Erkrankung

Das Risiko aufgrund eines schweren Covid-9 Krankheitsverlaufs in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden, ist bei einer Infektion mit der Delta Variante ca. doppelt so hoch wie Infektionen mit der zuvor dominanten Alpha-Variante.

Delta ist vor allem für Ungeimpfte gefährlicher als die bisherige Variante Alpha, sie führt häufiger zu einer schweren Lungenentzündung.

Es gab Regionen mit vielen ungeimpften, die schwer erkrankten, aber keinen freien Platz auf Intensivstationen fanden. Um eine Triage zu vermeiden, mussten sie quer durch Deutschland zu einem freien Intensivbett geflogen werden.

Impfschutz

Eine Impfung kann eine Covid-19 Erkrankung zu mindestens 50 Prozent verhindern und das Risiko, schwer zu erkranken oder zu sterben, verringert sich um 90 Prozent. Anders ausgedrückt: Das Risiko eines schweren Verlaufs oder eines Todesfalls durch den Delta-Coronavirus ist zehnmal geringer als bei Ungeimpften.

Bei älteren Menschen lässt die Schutzwirkung der Impfungen nach, was zu sehr vielen Reinfektion führte. Auch bereits durchgeimpfte Ältere verstarben an Infektionen mit der SARS-CoV-2 Variante Delta.

Delta konnte die Immunabwehr teilweise umgehen, weshalb zwei Impfdosen nötig wurden. Doch die Schutzwirkung wurde schon nach wenigen Monaten geringer, sodass Boosterimpfungen empfohlen wurden.

Verbreitung

Ab Juli 2021 war die Delta Variante die dominierende Variante weltweit. In Deutschland hatte sie Ende August 2021 einen Anteil von 99,3 %.

Doch bereits Ende November 2021 verbreitete sich die SARS-CoV-2-Variante Omikron und setzte sich gegen die bisherige Variante Delta durch.