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Eine „Mund-Nasen-Schutz“ Maske rettet leben – bei richtiger Anwendung

"Experten" raten von Mundmasken ab

Von verschiedenen Interessengruppen werden gezielt Informationsbrocken gestreut um Menschen zu verunsichern. Die Behauptung: „Ärzte sehen im dauerhaften Tragen einer Gesichtsmaske ein Gesundheitsrisiko“ ist zwar richtig und der ein Leser kommt zum Schluss: Die Regierung gefährdet mit der Maskenpflicht meine Gesundheit, steckt der Teufel im Wörtchen „einer“. Bei derartigen Aussagen überspielt der Autor die Tatsache, dass der Gesetzgeber den Wechsel „einer“ Maske nach spätestens 2 Stunden nahe legt. Der Gesetzgeber ist gegen das dauerhafte Tragen EINER „Maske“, denn ein feuchter Mund-Nasen-Schutz verliert seine aerosolbindende Wirkung. Unter dem Aspekt, dass eine Mund-Nasen-Schutz Maske nach einer Stunde gewechselt wird, kann nicht mehr von einer gesundheitsgefährdenden „Maskenpflicht“ die Rede sein.

Zuviel Kohlendioxid in der eingeatmeten Luft ist schädlich? 2004 reichte eine Ulrike Butz ihre Doktorarbeit am Institut für Anästhesiologie der Technischen Universität München ein. Diese Dissertation trug den Titel „Rückatmung von Kohlendioxid bei Verwendung von Operationsmasken als hygienischer Mundschutz an medizinischem Fachpersonal“ und wird aktuell oft als Argument gegen eine Maskenpflicht heran gezogen. Doch das Beschriebene ist weder neu noch geeignet zur Unterminierung der aktuellen Maskenpflicht.

Natürlich konzentriert sich unter einer OP- oder Faschingsmaske Kohlendioxid. Gleiches erleben auch Wintersportler mit ihrer Skimaske, wenn der Schnee ruft. Stundenlang fliegen sie über die Pisten, während sich Erreger in der Skimaske verfangen. Doch weder an der leicht erhöhten CO² Konzentration, noch aufgrund des Einatmens eigener Keime und Bazillen ist nachweißlich ein Wintersportler verstorben.

Richtig ist: Einige benötigen zum Treppensteiger mehr Sauerstoff als andere. In den Beinmuskeln scheint Sauerstoff zu fehlen, die Raucherlunge rächt sich und manchmal spielt der Kreislauf verrückt. Dieses Szenario erleben täglich Millionen Menschen und das ohne eine Maske im Gesicht. Denn eine Mund-Nasen-Schutz Maske erzeugt keine Komplikationen, sie verstärkt lediglich bereits existierende Komplikationen.

Aufgrund ihrer (bedingt) aerosolbindenden Wirkung sind gerade preiswerte OP-Masken dank ihres 3-lagigen Aufbau bestens geeignet Fremde vor ihnen zu schützen. Kein Supermarktbesucher weiß, ob er den Virus in sich trägt, aber von Ihnen angehauchten Kunden werden es möglicherweise einige Tage später wissen.
Beachten sie: Eine angefeuchtete OP-Maske ist sofort durch eine Neue zu ersetzen

Menschen mit Atemproblemen können sich mit einem Attest von der Maskenpflicht befreien lassen.
In allen Bundesländern existieren Ausnahmen von der Maskenpflicht, wenn das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund gesundheitlicher oder psychischer Einschränkungen nicht zumutbar bzw. nicht möglich ist. Ein Attest kann beispielsweise aufgrund von Asthma oder Lungen- und Herzerkrankungen ausgestellt werden. Die Kosten für das Attest muss der Patient allerdings selbst tragen.

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