Gefährliche Mutation: britische Coronavirus SARS-CoV-2 Variante Alpha B.1.1.7 (20I/501Y.V1)

Britische Coronavirus SARS-CoV-2 Variante Alpha B117
Britische Coronavirus SARS-CoV-2 Variante Alpha B117
Teil 5 von 5 Beiträgen der Serie Coronavirus SARS-CoV-2 Varianten

Alpha B.1.1.7 (20I/501Y.V1): Diese Variante wurde erstmals im September 2020 in Großbritannien nachgewiesen. Die britische Variante ist ansteckender als der zuvor dominante Stamm, weist eine höhere Reproduktionszahl auf und lässt sich schwerer eindämmen. Es wird vermutet, dass sie mit einer erhöhten Fallsterblichkeit in allen Altersgruppen einhergeht. Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit bisheriger Impfstoffe gibt es bislang nicht, sagt das RKI.

Eine Sonderform der Mutation ist Alpha B.1.1.7 E484K, die in Großbritannien mehrfach nachgewiesen wurde, in Deutschland aber bislang kaum. Sie ist unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper, weshalb vermutete wird, dass aktuelle Impfstoffe gegen diese Variante eine geringere Wirksamkeit aufweisen könnten.

Eine Analyse britischer Daten zeigt eine Zunahme des Reproduktionsfaktors R um 43–90 % im Vergleich zum Urtyp.
Eine Kohortenstudie aus dem Vereinigten Königreich kam auf Basis von 54.906 Krankheitsverläufen zu dem Ergebnis, dass die Alpha B.1.1.7 Variante das Sterberisiko um rund 64 % gegenüber dem Wildtypvirus erhöht.

Von Ende Januar 2021 bis zur zweiten Märzwoche stieg der Anteil der britischen Variante in Deutschland von 6 % auf 72 %.

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