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Covid-19-Impfnebenwirkungen: Ein gesellschaftliches Tabu

Influenza

Impfstoffe gegen Covid-19 gelten als wirksam und vor allem sicher. Bei einer Anzahl von Menschen treten jedoch nach der Impfung Nebenwirkungen auf, von denen einige schwerwiegend sind. Ärzte und Wissenschaftler befürchten, dass das Paul-Ehrlich-Institut zu wenig Fälle erfasst.

Ab wann ist eine Nebenwirkung bei der Impfung eine schwere Nebenwirkung oder Impfkomplikation, die gemeldet werden sollte? Besucht jeder Geimpfte seinen Hausarzt, sobald sein Kreislauf spinnt, er sich extrem benommen fühlt, wenn er sich sowieso den nächsten Tag vorsorglich von der Arbeit freistellen ließ? Vom Paul-Ehrlich-Institut kann nicht erwartet werden, dass es eine zu 100-Prozent sichere Datenlage vorzuweisen hat. Schon allein daher zweifeln Wissenschaftler die aktuell öffentliche Datenlage an.

Impfnebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung sind selten, aber in der Regel schwerwiegend. Allerdings fühlen sich Betroffene oft alleingelassen, werden oft nicht ernst genommen. Da es sich um eine neue Art von Impfstoffen handelt, sind die Erfahrungen mit der Behandlung dieser Impfnebenwirkungen begrenzt.

Sehr oft werden Menschen mit gesundheitlich bedenklichen Impfnebenwirkungen in die Ecke der Impfgegner und Corona-Leugner gestellt. In zwei Kurzfilmen ließ der MDR Betroffene, Ärzte und Forscher zu Wort kommen. Sie zeigen die Ängste und Sorgen von Menschen, die seit der Corona-Impfung unter verschiedenen Nebenwirkungen leiden. Sie alle wollen vor allem eines: eine Anlaufstelle für ihre Probleme. Sie wollen ernst genommen werden und suchen Hilfe für ihre Beschwerden.