Impfstoffwirksamkeit

Die Ermittlung der Impfstoffwirksamkeit (IW), auch Impfwirksamkeit, Schutzwirkung oder Impfeffekt genannt, gehört in der medizinischen Statistik und Infektionsepidemiologie zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Empfehlung eines Impfstoffs.

Die Impfstoffwirksamkeit errechnet sich als relative Verringerung des Risikos, unter den Geimpften im Vergleich zu Nichtgeimpften an der Zielkrankheit zu erkranken. Es ist ein Vergleich der Risiken zwischen geimpften und ungeimpften Personen. Wenn beispielsweise die Anzahl der geimpften Personen halb so groß ist wie die der ungeimpften Personen, beträgt die berechnete Impfstoffwirksamkeit 50%.

Die Impfstoffwirksamkeit wird in kontrollierten Studien unter „optimalen Bedingungen“ ermittelt. Bestimmte Kriterien werden dabei eingehalten, wie beispielsweise eine sachgerechte Auswahl von Probanden oder die überprüfte und zeitgerechte Verabreichung des Impfstoffs.

Um die Wirksamkeit des Impfstoffs zu berechnen, reicht es aus, den Anteil der geimpften Personen in der Zielpopulation und den Anteil der geimpften Personen an allen erkrankten Bevölkerungsgruppen zu bestimmen.

Berechnungen zur Impfstoffwirksamkeit legten nahe, dass ein Impfstoff mit einer Wirksamkeit von mindestens 70 % ausreicht, um die Ausbreitung von COVID-19 in Südafrika einzudämmen.

Hypothetische Szenarien zur Impfstoffwirksamkeit zeigten, dass ein SARS-CoV-2-Impfstoff mit einer Wirksamkeit von mindestens 70 % ausreichend gewesen wäre, um die Ausbreitung von COVID-19 in Südafrika einzudämmen.

Die Impfstoffwirksamkeit zugelassener Ipfstoffe gegen Influenza (echte Grippe) unterliegt Schwankungen und liegt im Schnitt bei lediglich ca. 50 %.