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Symptom „Pruritus“ – Juckempfindung, Juckreiz auf der Haut

Pruritus (auch Jucken, Juckempfindung) ist eine unangenehme Empfindung an der Haut, die einen Drang zum Kratzen oder Reiben an der juckenden Stelle auslöst. Jucken kann ein Symptom für Hauterkrankungen, Verletzung von Nerven (Neuropathie) oder auch eine systemische Erkrankung (Niere, Leber) sein.

In Deutschland waren 2011 13,5 % der Bevölkerung von Juckreiz betroffen. 22 % der Befragten gaben an, mindestens einmal im Leben unter chronischem Jucken gelitten zu haben.

Unterteilt wird Jucken wie folgt:

  • Akutes Jucken: Dauer bis sechs Wochen
  • Chronisches Jucken: Dauer über sechs Wochen
  • Pruritozeptives Jucken: ausgehend von Sensorzellen in der Haut
  • Neuropathisches Jucken: verursacht durch Schäden an Nerven
  • Neurogenes Jucken: ausgehend von Nervensystemen ohne Schäden
  • Psychogenes Jucken: psychosomatische oder psychiatrische Ursachen

Corona-Schutzimpfungen können ebenfalls Juckreiz verursachen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) analysierte von Patienten gemeldete unerwünschte Impfnebenwirkungen aus dem Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis zum 31. März 2022. Demnach wurden je 100.000 Impfungen etwa 1,24 Fälle gemeldet.

Corona-Schutzimpfungen können ebenfalls Juckreiz verursachen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) analysierte von Patienten gemeldete unerwünschte Impfnebenwirkungen aus dem Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis zum 31. März 2022. Demnach wurden je 100.000 Impfungen etwa 1,24 Fälle gemeldet.

Anmerkung: Nicht jeder, der nach einer Impfung dieses Symptom bemerkt, meldet es seinem Arzt als unerwünschte Nebenwirkung einer Schutzimpfung. Dies erklärt, weshalb ein im Alltag häufig auftretendes Symptom im Zuge von Corona-Schutzimpfungen relativ selten gemeldet wird und dadurch Statistiken zu Impfnebenwirkungen verfälscht.