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Das Symptom „Palpitation“ – Herzklopfen & Stolpern bei Panik

Herz Puls

Palpitation (lat. palpitare „zucken“, Herzklopfen oder -stolpern), benennt die bewusste Wahrnehmung des eigenen Herzschlags. Überwiegend wird der eigene Herzschlag in diesem Fall als sehr pochend und/ oder auch unregelmäßig beschrieben.

Eine übersteigerte Wahrnehmung des eigenen Herzschlags bedeutet nicht unbedingt eine reale Fehlfunktion des Herzens. Herzklopfen kann auch die Folge einer gestörten Körperwahrnehmung sein, bei der Ängste eine sehr große Rolle spielen.

Gründe von Herzstolpern können Überlastungen des Körpers durch Medikamente, Alkohol oder anderen Drogen sein. Aber auch Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion, das Schrittmachersyndrom, Herzrhythmusstörungen, Hypoglykämie, oder das Klimakterium können Herzrasen verursachen.

Oft ist Palpitation auch ein Symptom von Panikattacken. Erhöhte Cortisol- und Adrenalinwerte stimulieren den Vagusnerv. Das führt zu Herzklopfen und das wiederum zu erhöhter Panik, bei dem der Vagusnerv zusätzlich stimuliert wird. Ein sog. Teufelskreis tritt ein.
Bei Patienten mit Phobien ist Herzklopfen ein regelmäßiges Begleitsymptom.

Corona-Schutzimpfungen können ebenfalls Herzklopfen und Panik verursachen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) analysierte von Patienten gemeldete unerwünschte Impfnebenwirkungen aus dem Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis zum 31. März 2022. Demnach wurden je 100.000 Impfungen etwa 1,11 Fälle gemeldet.

Anmerkung: Nicht jeder, der nach einer Impfung dieses Symptom bemerkt, meldet es seinem Arzt als unerwünschte Nebenwirkung einer Schutzimpfung. Dies erklärt, weshalb ein im Alltag häufig auftretendes Symptom im Zuge von Corona-Schutzimpfungen relativ selten gemeldet wird und dadurch Statistiken zu Impfnebenwirkungen verfälscht.